Das Grabtuch von Turin
In letzter Zeit wurde ich mehrfach auf das Grabtuch von Turin hingewiesen. Einige betrachten es als Beleg der Auferstehung Jesu, andere wollen aus der DNA, die man auf diesen Grabtuch findet, die Jungfrauengeburt nachweisen. Was ist dran an diesem Grabtuch? Das Grabtuch von Turin ist ein ca. 4,4 mal 1,1 Meter großes Leinentuch, das ein Ganzkörper-Bildnis der Vorder- und Rückseite eines Menschen zeigt, der Spuren von Geißelung und Kreuzigung trägt. Es wird im Turiner Dom aufbewahrt und gilt vielen als Leichentuch Jesu Christi, während Wissenschaftler über Echtheit oder mittelalterliche Herstellung debattieren. Die erste nachgewiesene Erwähnung des Grabtuchs findet man im 14. Jahrhundert. Es gibt allerdings mehrere umstrittene Hinweise und Theorien, dass es schon früher existiert haben könnte. In den 1350er Jahren tauchte das Tuch in dem kleinen Ort Lirey in der Champagne in Frankreich auf, nahe Troyes. Dort gründete der Ritter Geoffroi de Charny eine Stiftskirche, in der das Tuch öff...